Friendship Force e.V. Schwerin besucht Leicester

Kurz, aber intensiv gestaltete sich der Besuch des Schweriner FF-Clubs in Leicester vom 12. bis 17. Mai. Unsere Gastgeber hatten sich alle Mühe gegeben, die Norddeutschen mit ihrer Heimat vertraut zu machen. Beim Stadtrundgang erfuhren wir viel über die Geschichte Leicesters, die von den Kelten über die Römer, Angelsachsen und Normannen bis in die heutige Vielvölkerstadt reicht. Wir besuchten das Grab Richard III., der dank Shakespeare berühmt wurde. Erstaunlich für uns, dass inzwischen mehr als 40 Prozent der Bürger aus Asien, vor allem aus Indien kommen. Beim abendlichen Skittle, einer Art des Kegelns, schlugen wir uns gar nicht so schlecht.

Nach anfänglichem „englischen“ Wetter mit Kälte, Hagel, Regen, erwartete uns am Grand Canal in Foxton Locks nicht nur warmes Frühlingswetter, sondern auch ein Schleusensystem mit zehn Staustufen, das nur von Ehrenamtlichen betreut und bedient wird. Wie vieles in Old England nur über die Volunteers funktioniert.

In Market Harborough wanderten wir auf den Spuren Cromwells und besuchten einen wunderschönen Garten, der - natürlich - von Ehrenamtlichen gepflegt wird. Am Abend dann gab es Fish and Chips für alle bei ihren Hosts.

Ein Höhepunkt, den unsere Gastgeber vorbereitet hatten, war der Besuch in Englands letzter Glockengießerei, in der wir viel lernten über dieses aussterbende Handwerk.

Bei der Farewell-Party am Freitagabend schauten wir uns die alten englisch-walisischen Tänze nicht nur an, sondern schwangen selbst das Tanzbein.

Mit dem Bus ging es dann am Sonnabend nach Tissington, wo alljährlich von den Bewohnern des Dorf sechs Brunnen geschmückt werden.

 

Als wir uns am Sonntag von unserem Gastgebern verabschiedeten, hatten wir nicht nur vieles über die Region erfahren, sondern auch Lust bekommen, hier noch einmal tiefer einzutauchen.